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Ein "echter" Thriller

Tag der Sühne: Thriller - R.J. Ellory

Als ich mir den Klappentext zu diesem Buch durchgelesen habe, dachte ich zuerst: "Naja, der nächste Thriller um einen Serienkiller".

Und eigentlich ist es das ja auch. Eigentlich.

 

INHALT: Es geht im Wesentlichen um einen Serienkiller, der um zu beweisen wie clever er ist, Morde von alten Serienkillern an den jeweiligen Jahrestagen kopiert.

Daher auch der englishe Titel - "The anniversary Man". (Mich würde man interessiern ob die deutschen Titel ausgewürfelt werden oder wie die "Übersetztungen" als sonst zustande kommen.)

Auf jeden Fall kommt die Polizei nur durch einen Hinweis einer Tageszeitung darauf, dass mehrere Morde die in New York innerhalb weniger Wochen in unterschiedlichen Bezirken der Stadt verübt worden sind, die gleichen Charaktristika aufweisen wie zum Teil Jahrzehnte zurückliegende Morde von Serienkillen und somit auf eine Serie schließen lassen. Für die Entdeckung der Gemeinsamkeiten verantwortlich, stellt sich ein Mitarbeiter der Zeitung heraus, der vor 20 Jahren den Angriff eines Serienkillers überlebt hat. Da er sich seit dem Trauma des Überfalls mit dem Phänomän Serienkiller auseinandergsetz hat und bedingt durch sein fast photographisches Gedächtnis hilft er der Polizei bei den Ermittlungen.

 

Anders als die anderen viel gehypten Thrillern die sonst den Büchermarkt überschwemmen, versucht dieses Buch nicht durch die kranken Gewaltorgien des Killers Spannung zu erzeugen.

Auch gibt es keinen Profiler, der aus der Art wie der Mörder seine Leiche ablegt schließt, dass dieser Bettnäßer ist oder keinen Forensiker der anhand von DNA einer Kackerlake den Tatort aufspüren kann.

Der Ermittler der Polizei ist eher ein durchschnittlicher Typ, der die Leitung des Falles durch Zufall statt seiner besonderen Fähigkeiten erhält.

Es geht in diesem Krimi um Menschen und um sehr viel Polizeiarbeit.

Und obwohl (oder WEIL) auf die ganzen Klischees verzichtet wird, kommt ein sehr spannender und vor allem ein glaubwürdiger Thriller zustande. Ich denke auch wenn der Täter in diesem Buch fiktiv ist, so ist alles Andere sehr nahe an der Realität.

 

FAZIT: Normalerweise hätte ich diesem Werk volle 5 Sterne zugestanden, wenn nicht der unglückliche Schluss wäre.

Während des ganzen Buches bleiben die Handlungen der einzelnen Akteure absolut logisch und glaubwürdig. Man kann nach einiger Zeit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehen wie ein bestimmter Charakter reagieren wird.

Leider werden die wichtigsten Personen zum Finale hin anscheinend einer Gehirnwäsche unterzogen, denn anders sind die Reaktionen der Protagonisten echt nicht zu erklären.

Aus diesem Grund zieh ich einen halben Punkt ab.

 

Wer packende UND realistische Unterhaltung liebt solle hier zuschlagen.

Wer allerdings den Unterhaltungswert eines Buches an der Menge des vergossenen Blutes mißt oder auf Charaktere mit "übernatürlichen" Fähigkeiten steht sollte lieber die Finger weglassen.